Borkum ist Modellkommune im Projekt „SmartRathaus“

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderten Projekts “SmartRathaus” entwickelt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit der Hochschule Biberach und fünf ausgewählten Modellkommunen individuelle Strategien zur Gebäudeautomation. Durch konkrete Praxishilfen sollen vor allem kleinere und mittlere Kommunen bei der Digitalisierung im Gebäudebereich unterstützt werden. Messbare Energieeinsparungen sind das Ziel.

Die Stadt Borkum hatte sich für eine Teilnahme an dem Projekt beworben und ist erfreulicherweise als eine von 5 bundesweiten Kommunen ausgewählt worden.

In den kommenden drei Jahren entstehen in Borkum und den anderen teilnehmenden Städten Birkenwerder (Brandenburg), Böblingen (Baden-Württemberg), Steyerberg (Niedersachsen) und Wörth am Rhein (Rheinland-Pfalz) zusammen mit den Kommunalverwaltungen maßgeschneiderte Ansätze zur Energieeinsparung. Die Modellprojekte sollen aufzeigen, welche Einsparungen mit Hilfe eines Energiemanagements und der automatisierten Steuerung und Regelung von kommunalen Liegenschaften möglich sind. Insgesamt haben sich 50 Kommunen auf die bundesweite Ausschreibung beworben.

“Ein besonderes Augenmerk bei der Auswahl haben wir auf das Engagement in der Gemeindeverwaltung für Klimaschutz und neue Technologien und die große Bandbreite von Themen und Problemstellungen in den Modellprojekten gelegt”, so der Projektleiter Digitalisierung bei der DUH, Seffen Holzmann. „Borkum hat während des Beantragungs- und Auswahlverfahrens zudem großes Interesse und Engagement gezeigt und ist unter anderem auch deshalb als eine der Modellkommunen ausgewählt worden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Insel Borkum“, berichtete Holzmann in einem Gespräch mit dem Allgemeinen Vertreter Frank Pahl.

“Mit den ausgewählten Modellprojekten decken wir ein breites Spektrum von häufigen Aufgabenstellungen in der kommunalen Liegenschaftsverwaltung ab.” Die Maßnahmen umfassen Lösungen in den Bereichen Wärme-/ Kälteversorgung und -verteilung, Lüftung/ Klimatisierung und Beleuchtung (Innen und außen). Darauf aufbauende Praxishilfen sollen eine großflächige Übertragbarkeit auf andere kommunale Liegenschaften garantieren.

Auf Borkum werden zunächst die Liegenschaften Rathaus, Kindergarten und Grundschule einer entsprechenden Analyse unterzogen.

Der Beginn des Projektes ist bereits für September 2018 geplant.