UPDATE: Meldung von Strandgut und Containern nach Havarie der „MSC ZOE“

Nach aktuellem Stand der Lage sind bei der „MSC ZOE“ unter anderem zwei 20-Fuß-Container mit Gefahrgut über Bord gegangen und werden vermisst:

  • Container MRKU8465970 enthält Lithion-Ionen-Batterien (UN 3480).
  • Container CXDU2077321 enthält Dibenzoylperoxid (zwei verschieden Massenkonzentrationen UN 3106 + 3077) in 25-kg-Gebinden.

Zwei Kunststoffsäcke wurden bereits auf Schiermonnikoog (NL) angespült, d.h. es ist davon auszugehen, dass der Container beschädigt ist und die übrigen 278 Kunststoffsäcke ebenfalls freigesetzt wurden und somit angespült werden können.

Bei Dibezoylperoxid handelt es sich um einen weißen Feststoff mit schwachem Geruch, der im trockenen Zustand und bei Erhitzen heftig reagieren und brennen kann sowie in hoher Konzentration reizend und umweltschädlich ist. Mit der Freisetzung toxischer Gase und mit gefährlichen Reaktionen mit Wasser ist nicht zu rechnen. Er wird unter anderem als Wirkstoff in der Dermatologie und in der Kunststoffherstellung verwendet.

An Land ist bei Fund / Sichtung der Container oder von Pappkisten mit Gefahrstoffkennzeichen oder Kunststoffsäcken mit weißem pulverförmigem Feststoff mindestens 50 m Abstand zu halten und zur weiteren Erkundung und für Einsatzmaßnahmen ABC-Einsatzkräfte (Notruf 110 oder 112) hinzuzuziehen. Keinesfalls ungeschützt offenen Containern, Ladungsteilen oder freigesetztem Stoff nähern bzw. diesen berühren.

Siehe auch PDF (inkl. Bilder): Komplexe Schadenlage Containerverlust MSC ZOE